Basis für die Onsite-Suchmaschinenoptimierung
Die Internetlandschaft im deutschen Mittelstand ist längst noch nicht entwickelt. Noch immer haben viele Kleinunternehmen und Freiberufler noch keine eigene Homepage. Die, die eine Website haben, vertrauen größtenteils auf einfachen statischen Seiten. Der Einsatz von Content Management Systemen (CMS), die eine dynamische und selbst pflegbare Internetpräsenz ermöglichen, ist aber die Basis für eine Profi-Website. Dabei gibt es im Markt leistungsfähige Gratissoftware. TYPO3 ist derzeit neben Joomla eine der besten und populärsten Content Management Systeme.
- Immer mehr Unternehmen vertrauen bei der Publikation von Inhalten im Internet auf lizenzfreie Produkte. Neben dem Wegfall von Lizenzkosten sind es vor allem die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten und Funktionalitäten, die TYPO3 inzwischen zur Quasi-Standard-Anwendung unter den Content-Management-Systemen gemacht hat.
- TYPO3 ist für die Erstellung mittlerer bis großer Websites vom Dänen Kaspar Skårhøj entwickelt und in seiner ersten Version 1998 veröffentlicht worden. Dieses System trennt Inhalt, Struktur und Layout von Dokumenten und stellt Oberflächen für die Bearbeitung und Pflege bereit. Hintergrund ist eine Datenbank – meist auf Basis des Datenbankverwaltungssystems MySQL –, in der die Informationen gespeichert werden. Ein Webserver stellt diese Informationen dann zur Verfügung.
- Durch so genannte Extensions, kleine Erweiterungsprogramme, lässt sich die Webseite den eigenen Anforderungen anpassen. Um z. B. Nachrichtenkanäle, Shop-Systeme oder Diskussionsforen auf der Seite einzufügen, ist es nicht nötig, einen eigenen Programmcode zu schreiben. Bei Komplettpaketen wie www.web1a.info sind die wichtigsten Extensions bereits vorinstalliert.
- TYPO3 bietet auch alle für die Suchmaschinenoptimierung wichtigen technischen Voraussetzungen (Onsite-Optimierung): Klar-URLs, Meta-Tags, Textformatierungen und vieles mehr.
Im Gegensatz zu proprietären Systemen gibt es bei TYPO3, wie bei allen Open Source Anwendungen, keinen Support durch den Hersteller oder die Entwickler. Mittlerweile haben sich aber unzählige Agenturen auf die Umsetzung von TYPO3-Internetpräsenzen spezialisiert. Die Bedienung erfolgt über den Internetbrowser und ist für die Redakteure relativ einfach. Anwender können innerhalb weniger Stunden eingearbeitet werden. Im so genannten „Backend“ werden Inhalte erstellt und bearbeitet. Je nach Rechtevergabe können durch bestimmte Mitarbeiter auch neue Seiten angelegt, Navigationen verändert oder die Ausgabe personalisierter Inhalte gesteuert werden.
Noch interessanter wird es für Unternehmen, wenn sich das gesamte übergeordnete Enterprise-Content-Management-System, das das Erfassen, das Verwalten, die Speicherung, Bewahrung und die Ausgabe von Content und Dokumenten im Unternehmen umfasst, durch ein System abdecken lässt. Aufgrund der hohen Kosten für proprietäre ECM-Lösungen, die allein für die Lizenzen hohe sechsstellige Summen erreichen können, hat die Nachfrage nach lizenzfreien Produkten in den vergangenen Monaten deutlich zugenommen.
Dr. Michael A. Peschke
Redaktionsteam von mittelstandswissen.de
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