Auf Service und Performance achten
Statt auf dem firmeneigenen Server bietet es sich an, die Daten auf dem Server eines Dienstleisters (Webhosters) kostengünstig unterzubringen. Da jeder ein Gewerbe anmelden kann, um Webhosting anzubieten, ist der Markt überfüllt mit Anbietern, von denen einige schon nach wenigen Monaten wieder verschwunden sind. Eine sorgfältige Auswahl des Anbieters hilft Ihrem Unternehmen, die Gefahr von Komplikationen weitgehend auszuschließen und Ihrem Internetauftritt eine verlässliche und leistungsfähige Performance zu günstigen Preisen zu sichern.
- Zunächst müssen Sie sich entscheiden, ob Sie einen eigenen (dedizierten) Server mit hoher Leistungsfähigkeit oder einen virtuellen Server, den Sie sich mit anderen teilen müssen, benötigen. Dedizierte Server sind teurer und nur notwendig, wenn Sie größere Portale mit viel Traffic betreiben oder Sicherheitszertifikate für Shop-Bezahlprozesse einsetzen. Virtuelle Server sind preiswert, haben aber häufig den Nachteil, dass die Performance in den Stoßzeiten schlecht ist. Die Google-Robots erkennen das und können Ihre Seite dann schlechter bewerten.
- Virtuelle Server für einfache Websites werden in der Regel vom Webhoster im Full-Service betrieben. Bei dedizierten Servern können Sie entscheiden, ob Sie ihn „managed“ oder ohne Service mieten möchten.
- Unproblematisch dürfte die Bestimmung Ihres benötigten Webspaces sein, der sich aus der Summe aller Texte, Scripts, Datenbanken, Grafiken und anderer Dateien, die auf Ihrer Homepage erscheinen sollen, bemisst. Wenn Sie ein Content Management System einsetzen, benötigen Sie mehr Speicherplatz.
- Schwieriger ist die Abschätzung des Transfervolumens, ist doch im Voraus nur schlecht abzusehen, wie viele Besucher Ihre Seiten aufrufen werden. Bietet Ihnen der Provider nur feste Kontingente an, sollte der Vertrag eine Upgrade-Möglichkeit beinhalten. Besser sind Angebote mit unbegrenztem Transfervolumen.
- Achten Sie besonders darauf, ob sich keine versteckten Kosten z. B. für Support-Services oder dem Name-Server-Eintrag in dem Vertrag befinden.
Weitere Fragen, die Sie vorab klären sollten, sind:
- Wie viele E-Mail-Postfächer sind in dem Angebot enthalten?
- Planen Sie auf absehbare Zeit dynamische Inhalte oder benötigen Sie Sonderoptionen wie Videostreaming, SSL o. ä.?
- Ist die Service-Hotline gut erreichbar? Überprüfen Sie die Qualität des Supports durch einige Testanrufe.
- Wie gut ist das Rechenzentrum des Anbieters gegen Ausfälle gesichert?
- Lässt der Vertrag eine rasche Trennung von Ihrem Dienstleister zu, wenn Sie mit den Leistungen unzufrieden sind?
Auf www.webhostlist.de finden Sie umfassenden Überblick über die Anbieter von Webhosting in Deutschland. Dort gibt es auch ein Web-Forum, in dem Sie sich in Diskussionsrunden recherchieren oder sich an diesen mit Fragen zu bestimmten Anbietern beteiligen können.
Dr. Michael A. Peschke
Redaktionsteam von mittelstandswissen.de
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