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Donnerstag, den 28 Juni 2012
Facebook ist seit dem verpatzten Börsenstart ins Gerede gekommen. Satte 100 Milliarden Dollar betrug der Börsenwert bei Aktienausgabe. Beim derzeitigen Gewinn von 1 Mrd. Dollar müssen die Anleger 100 Jahre warten, damit sich ihr Investment amortisiert. Natürlich erhoffen sich die Investoren deutliche Gewinnzuwächse. Doch ob die eintreten, ist fraglich. Das Geschäftsmodell von Facebook basiert auf Werbung. Problematisch daran ist, dass nur selten auf die Werbebanner geklickt wird. Das junge Publikum zeigt die kalte Schulter und schaltet AdBlocker ein. Auf Facebook will man sich nur austauschen. Werbung scheint zu stören. Lohnt sich Facebook dann noch als Marketingplattform für Unternehmen?
Bei Facebook haben Sie die Möglichkeit, eigene Seiten für Ihr Unternehmen und zusätzlich für Produkte, Marken oder Projekte anzulegen. Aufgrund des hohen Zeitaufwands der Seitenpflege beschränken sich die meisten Firmen auf eine Unternehmensseite. Sie ist Ihre Website innerhalb von Facebook, auf der Sie Inhalte veröffentlichen (posten) und mit Ihren Fans (Abonnenten) kommunizieren können.
Das Spannende an Facebook ist der Multiplikatoreffekt (virales Marketing). Immer wenn Sie Neues posten, sehen das Ihre Fans. Klicken die z. B. auf „gefällt mir“, sehen das die Fans Ihrer Fans. Dadurch kann in Windeseile eine mehrstufige Empfehlungswelle entstehen. Die Voraussetzungen dafür sind jedoch, dass Ihre Postings interessant (oder humorvoll) sind und Sie genügend Fans haben. Sowohl die redaktionelle Pflege Ihrer Facebook-Seite als auch der Aufbau von Fans kostet Zeit und Geld. Es stellt sich daher die Frage, für wen Facebook eigentlich sinnvoll und lohnend ist.
Wenn Sie zukünftig regelmäßig jüngere Mitarbeiter/innen rekrutieren müssen, dann kann eine Facebook-Seite, auf der Sie sich als Arbeitgeber präsentieren, sinnvoll sein. Der Kampf um gute Fach- und Führungskräfte wird in den nächsten Jahren zunehmen. Wirksames Personalmarketing ist dann gefragt. Dazu gehört dann auch, sich ein innovatives und modernes Image durch eine Facebook-Seite zu geben, wie das z. B. der Call-Center Betreiber buw (http://www.facebook.com/buw.de) praktiziert.
Aus Absatzsicht ist Facebook derzeit nur für Unternehmen interessant, die eher jüngere Privatkunden als Zielgruppe haben und zwei Kriterien genügen: Kunden haben eine hohe emotionale Bindung und nutzen Angebote regelmäßig.
Prüfen Sie daher sehr genau, wo Ihr Unternehmen positioniert ist. Lassen Sie sich nicht von Medien und Agenturen, die den Facebook-Hype aus Eigeninteresse fördern, verrückt machen. Eine professionelle Website mit Google-Marketing ist für die meisten Unternehmen viel wichtiger als Facebook.
Wir betreiben mit Banken nicht nur eigene regionale Mittelstandsportale, sondern beraten und begleiten auch mittelständische Unternehmen und Dienstleister bei der Professionalisierung ihres Online-Marketings.
1. Entwicklung von Online-Strategien,
2. Google-Marketing und Social Media,
3. Content und Newsletter-Marketing,
3. Profi-Websites (mit www.mai-multimedia.de),
Meine Erfahrungen aus über 100 Online-Projekten poste ich hier als Praxistipps.
Dr. Michael A. Peschke | peschke@mittelstandswissen.de | Fon: 02304-594012