Gartenbewässerung
Eine einfache Regentonne fasst bis zu 300 Liter. Wetterexperten sagen ein zunehmendes Auftreten von Wetterextremen voraus, d. h. es wird immer mehr lange trockene und lange besonders nasse Wetterperioden geben. Gartenbesitzer müssen sich also darauf einstellen, dass es immer häufiger „zur falschen Zeit“ regnet, sie Blumen und Sträucher also in Schönwetterperioden mit der Hand bewässern müssen. Der Garten kann somit im Sommer zu einer teuer werden, wenn Sie die natürlichen Quellen nicht anzapfen.
Regenwassernutzungsanlage
Eine professionelle Variante bieten Regenwassernutzungsanlagen. Der Regen wird dabei von der Auffangfläche (Dach) über einen Filter in den Speicher geleitet, der im Keller oder im Erdreich neben dem Gebäude installiert ist. Eine Pumpe leitet dann das Wasser an die Verbrauchsstellen im Haus. Untersuchungen haben belegt, dass die Qualität des gesammelten Regenwassers ausreicht, um es zum Putzen, für die Toilettenspülung, für die Gartenbewässerung und sogar für die ersten Spülgänge einer Waschmaschine zu benutzen. Rund die Hälfte des täglichen Wasserverbrauchs kann durch die Regenwassernutzung eingespart werden.
Geeignet für den Einbau einer solchen Anlage sind Ein- und Mehrfamilienhäuser. Allerdings muss gewährleistet sein, dass genügend Regenwasser gesammelt werden kann, die Auffangfläche und der Speicher müssen also groß genug sein. In der Planungsphase sollten Sie zur Abschätzung der Wirtschaftlichkeit einer solchen Anlage deshalb folgende Fragen klären:
- Wie hoch ist in etwa der Anteil des Leitungswassers in Ihrem Haushalt (Toilettenspülung, Gartenbewässerung...), der durch Regenwasser ersetzt werden kann?
- Wie viele Kubikmeter könnten eingespart werden?
- Wie hoch ist der Wasserpreis in Ihrem Heimatort (inkl. Abwasser)? Wie groß ist die Dachfläche Ihres Hauses?
- Wie hoch ist die durchschnittliche Niederschlagsmenge in Ihrem Heimatort pro Quadratmeter?
Regenwassernutzungsanlagen sind eine langfristige Investition. Die Kosten für einen 4-Personen-Haushalt liegen bei etwa 4.000 Euro. Sind alle Voraussetzungen erfüllt, amortisiert sich die Anlage bei stabilen Wasserpreisen nach circa 15 bis 20 Jahren. Steigt der Wasserpreis in den nächsten Jahren, geht es auch schneller. Manche Städte bieten auch öffentliche Fördermittel.
